Für viele kleine und mittlere Marken, Manufakturen und Online-Shops klingt die neue EU-Verpackungsverordnung zunächst nach viel Bürokratie. Dabei lässt sich die Umstellung gut vorbereiten – und wer sich früh kümmert, kann sie sogar als Chance für einen nachhaltigen Markenauftritt nutzen. Auf dieser Seite erklären wir die wichtigsten Punkte verständlich und zeigen, wie wir von BAYERPRINT Sie dabei unterstützen.
Die PPWR (Packaging and Packaging Waste Regulation, Verordnung (EU) 2025/40) ist die neue EU-Verpackungsverordnung. Sie ist am 11. Februar 2025 in Kraft getreten und gilt ab dem 12. August 2026 unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten. Weitere, strengere Stufen folgen schrittweise bis 2040.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Orientierung und stellt keine Rechtsberatung dar. Für die rechtlich verbindliche Bewertung Ihrer konkreten Verpackungen wenden Sie sich bitte an eine fachkundige Stelle (z. B. IHK oder Zentrale Stelle Verpackungsregister). Alle Angaben ohne Gewähr. Stand: Juli 2026.
Die PPWR ist eine EU-Verordnung, die Verpackungen europaweit einheitlich regelt. Anders als eine Richtlinie gilt eine Verordnung unmittelbar – ohne dass sie erst in nationales Recht umgesetzt werden muss. In allen 27 EU-Ländern gelten damit dieselben Regeln. Ihr Ziel ist es, Verpackungsabfall zu reduzieren, Recycling zu stärken und die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Sie ersetzt die alte Verpackungsrichtlinie von 1994.
Kurz gesagt: fast alle. Die Verordnung gilt für Hersteller, Befüller, Markeninhaber, Importeure, Händler und Online-Shops – unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße. Eine generelle Ausnahme für kleine und mittlere Unternehmen gibt es nicht. Wenn Sie Produkte in Verpackungen verkaufen, Waren mit Etiketten kennzeichnen oder im Versandhandel Kartons nutzen, sind Sie betroffen. Auch als reiner Online-Shop bringen Sie mit Ihren Versandverpackungen Verpackungen in Verkehr.
Verpackungen müssen auf das funktional notwendige Minimum reduziert werden. Bei E-Commerce-Versandverpackungen gilt: Der Leerraum darf ab August 2026 höchstens 40 % betragen. Übergroße Kartons mit viel Füllmaterial werden damit zum Problem – „Overpackaging" soll der Vergangenheit angehören.
Ab 2030 muss jede Verpackung, die auf den EU-Markt kommt, recyclingfähig sein. Die PPWR führt dafür ein Bewertungssystem von Klasse A bis E ein – nur Verpackungen ab Klasse C bleiben zulässig. Wer heute schon auf gut recycelbare Materialien setzt, ist klar im Vorteil.
Kunststoffverpackungen müssen ab 2030 einen Mindestanteil an recyceltem Material (Post-Consumer-Rezyklat) enthalten – je nach Verpackungstyp zwischen rund 10 und 35 %. Diese Quoten steigen bis 2040 weiter an.
Verpackungen müssen künftig klar und einheitlich gekennzeichnet werden, damit Verbraucher sie richtig entsorgen können – etwa mit Angaben zur Materialzusammensetzung. Ergänzend können digitale Informationen (z. B. QR-Codes) genutzt werden. Für Ihre Etiketten und Ihr Verpackungsdesign heißt das: Artworks und Druckvorlagen sollten überprüft und angepasst werden.
Ab dem 12. August 2026 muss für jede in Verkehr gebrachte Verpackung eine Konformitätserklärung vorliegen, die Teil der technischen Dokumentation ist. In Deutschland bleiben außerdem die bekannten Pflichten wie die LUCID-Registrierung und die Systembeteiligung bestehen – die PPWR ergänzt sie um die neuen europäischen Vorgaben.
Viele der strengeren Vorgaben greifen zwar erst 2030, aber die Umstellung von Verpackung, Etiketten und Versandprozessen braucht Zeit – von der Materialwahl über neue Druckvorlagen bis zur Abstimmung mit Lieferanten. Bei Verstößen gegen Registrierungs- oder Meldepflichten drohen zudem empfindliche Bußgelder und im schlimmsten Fall ein Vertriebsverbot. Wer früh umstellt, vermeidet nicht nur Risiken, sondern positioniert seine Marke auch als nachhaltig und zukunftsfähig.
Als Druckerei aus Bayern mit Schwerpunkt auf individuellen Verpackungen begleiten wir Sie bei der Umstellung – persönlich und schon ab kleiner Auflage. Wir setzen auf recyclingfähige und FSC-/PEFC-zertifizierte Materialien sowie klimaneutralen Druck. Wir beraten Sie zu materialsparenden Verpackungslösungen, passen Ihre Etiketten und Druckvorlagen an die neuen Kennzeichnungsanforderungen an und liefern Ihnen auf Wunsch echte Muster zum Anfassen, bevor Sie sich festlegen. So machen wir aus einer gesetzlichen Pflicht einen Anlass, Ihre Verpackung gleich richtig – und schön – umzustellen.
Damit Ihr Druckergebnis genau so aussieht, wie Sie es sich vorstellen, kommt es auf korrekt angelegte Druckdaten an. Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Fachbegriffe rund um druckfertige Daten.
Die Auflösung von Pixelbildern wird auch dpi (dots per inch) genannt; das bedeutet die Anzahl der Punkte pro Fläche. Je höher die Ursprungsauflösung des Bildes ist, umso klarer wird das spätere Druckbild.
Wir empfehlen Ihnen eine Auflösung von mindestens 300 dpi bei Pixelbildern, um ein optimales Druckergebnis zu gewährleisten. Hierbei muss man allerdings darauf achten, mit welchem Format man arbeitet. Bei Plakaten oder Formaten, welche größer als DIN A2 sind, sollte man – um eine große Datenmenge zu vermeiden – eine Auflösung von ca. 150 dpi verwenden.
Strichbilder (z.B. Texte mit einer niedrigen Schriftgröße und Zeichnungen) sollten mit einer Auflösung von 1200 dpi angelegt werden, um den „Sägezahneffekt" zu vermeiden. Dieser entsteht, weil Strichbilder im Gegensatz zu Abbildungen mit fließenden Übergängen harte Farbkanten und hohe Kontraste erzeugen.
ACHTUNG: Sollten Sie Pixelbilder in Ihren Daten platzieren, achten Sie darauf, dass diese schon von vorneherein in der richtigen Größe angelegt sind, da ein Skalieren (Größer ziehen) der Bilder zu einer Verschlechterung der Qualität führt. Leider kann man die Ursprungsauflösung der Bilder nicht verbessern und das Skalieren würde die vorhandenen Pixel nur auf einem größeren Format verteilen.
Ausschießen bedeutet das Anordnen von Daten auf dem Druckbogen, damit beim Druckerzeugnis die Daten in richtiger Reihenfolge ausgegeben werden. Wir machen das für Sie. Bitte schießen Sie Ihre Daten nicht selbst aus, da dies ein Mehraufwand bedeutet und es zu möglichen Fehlern in der Reihenfolge Ihrer Seiten kommen kann.
Damit weiße Farben nicht durch eine Dunklere überdruckt werden, ist es nötig, dass die weiße Farbe ausgespart wird. Das bedeutet, dass unter dieser Farbe keine andere Farbe darunter sein darf. Diese Methode ist vor allem bei kleinen weißen Flächen oder einer Volltonfarbe wichtig.
Erstellen Sie eine neue Datei in der Größe des beim Produkt angegebenen Datenformats. Denn bei der Formatanlage muss ein Beschnitt von 3 mm an jedem Rand berücksichtigt werden. Die Beschnittzugabe wird angelegt, damit man die Produkte später auf einem Sammelbogen platzieren kann. Alle randabfallenden Objekte müssen bis in den Beschnitt hinausgezogen sein, um unschöne Blitzer zu vermeiden. In der Weiterverarbeitung wird der Beschnitt von 3 mm entfernt, die Sammelbögen auseinander geschnitten und das Endformat ausgegeben.
Die Breite des Buchrückens setzt sich aus dem Maß des Buchblocks zuzüglich der Dicke der Buchdeckel beim Hardcover oder der Dicke des Umschlages des Softcovers zusammen. Einen Buchrücken benötigt man ausschließlich bei Produkten mit einer Klebebindung oder bei einem Hardcover-Buch.
Werden mehrere Seiten zusammengeheftet, entsteht ein Bundzuwachs. Dies betrifft beispielsweise Broschüren mit einer hohen Seitenanzahl. Bei der Rückendrahtheftung und der Ringösenheftung werden die Seiten ineinander gelegt. Faltet man viele Papierbögen zu einer Broschüre ineinander, so ragen die mittleren Seiten im zusammengeklappten Zustand über den Umschlag heraus. Hierbei spricht man von einem -Treppeneffekt-. Dieser Effekt sieht unschön aus und wird durch einen sogenannten -Frontbeschnitt- korrigiert. Um dabei keine wichtigen Bilder und Texte anzuschneiden benötigt man einen größeren Beschnitt. Hierbei verändert sich allerdings der Satzspiegel. Der Bundzuwachs ist abhängig von der Seitenanzahl und der Papiergrammatur. Was heißt das für Sie? Bitte achten Sie lediglich auf genügend Sicherheitsabstand zum Rand.

Einfach besser abschneiden!
Wie Sie Ihre Druckerzeugnisse durch freie Formen pfiffig und im individuellen Look präsentieren, lesen Sie im nachfolgenden Tutorial. Durch das Arbeiten mit einer Cutkontur können vollkommen neue und aufregende Formen entstehen.
Nicht jedes Dateiformat ist für den Druck geeignet. Um ein einwandfreies Druckergebnis zu ermöglichen, spielen Auflösung, Farbraum und Komprimierung eine große Rolle.
Für den Druck sollten Sie Ihre Daten immer in einem geschlossenen, nicht mehr zu bearbeitendem Format abspeichern. Bitte schicken Sie uns Ihre Druckdaten im Dateiformat PDF, TIFF oder JPEG.
Bitte legen Sie keine Schnittmarken oder andere Druckermarken an. Diese fügen wir automatisch vor dem Druck hinzu. So wird vermieden, dass eventuelle Schnittmarken mitgedruckt werden, sollten diese nicht richtig angelegt sein.
Verschiedene Produkte werden gefalzt. Beim Falzen wird nach genau festgelegten Maßen das Papier in Laufrichtung umgebogen. Das ausgewählte Produkt gibt hierbei die Maßgaben der Falzung vor. Bei der Datenanlage können Sie die Falze mit Hilfe von Hilfslinien anlegen. Somit können Sie Ihre Daten passgenau an die Falzlinie ausrichten.
Wickelfalz
Der Falzbogen wird ohne Richtungswechsel um das Bogenteil gefalzt.

Zickzackfalz
Zwei oder mehr Teile des Falzbogens werden in wechselnde Richtung gefalzt.

Fensterfalz
Die äußeren Teile des Falzbogens werden ohne Überlappung nach innen gefalzt.

Kreuzbruchfalz
Der Bogen wird mehrfach im rechten Winkel gefalzt.

Doppelparallelfalz
Der Bogen wird in der Mitte immer in die gleiche Richtung gefalzt. Doppelparallelfalz wird auch V-Falz genannt.

RGB-Farben sind Primärfarben bei der additiven Farbmischung. Additive Farben werden mit Licht gemischt und werden beispielsweise bei Fernsehmonitoren oder Digitalkameras verwendet. Wenn man alle RGB-Farben miteinander mischt, erhält man ein Weiß. Deshalb wird die Farbmischung "Additiv" genannt. Man fügt Farben hinzu. Für den Druck sollten die Daten allerdings in CMYK angelegt sein, da man bekanntlich Licht nicht physikalisch mischen kann. Der CMYK-Farbraum ist eine subtraktive Farbmischung. Anders als bei dem RGB-Farbraum werden hier alle Farben abgezogen, um ein Weiß zu erhalten. Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz sind die Primärfarben der subtraktiven Farbmischung. Für jede dieser vier Farben wird eine Druckplatte erstellt. Spätestens beim sogenannten RIP (Raster Image Processing) vor der Belichtung der Druckplatten werden alle RGB-Abbildungen in CMYK umgewandelt. Dies führt zu einem Problem, denn der RGB-Farbraum umfasst eine größere Zahl an darstellbaren Farben als der CMYK-Farbraum. Sind Abbildungen nicht in CMYK angelegt, kommt es unter Umständen zu Farbverschiebungen und Farbverfälschungen.

Was heißt eigentlich 4|0-farbig?
Bei einigen Produkte kann man die Farbigkeit auswählen. Hierbei steht oft 4|0-farbig oder 4|1-farbig. Diese Zeichen haben ihre genauen Bedeutungen:
4|4-farbig: Vorder- und Rückseite sind vierfarbig bedruckt.
4|1-farbig: Vorderseite wird vierfarbig gedruckt, Rückseite wird nur einfarbig gedruckt.
4|0-farbig: Vorderseite wird vierfarbig gedruckt, Rückseite bleibt unbedruckt.
1|1-farbig: Vorder- und Rückseite werden einfarbig gedruckt.
5|5-farbig: Vorder- und Rückseite werden fünffarbig gedruckt.
6|6-farbig: Vorder- und Rückseite werden sechsfarbig gedruckt.
2|0-farbig: Vorderseite wird zweifarbig gedruckt, Rückseite bleibt unbedruckt.
Wenn die Farben am Monitor anders wirken als im Druck, so spricht man von einer Farbabweichung. Dies kann an mehreren Faktoren liegen, z.B. Kalibrierung des Monitors, falsch verwendeter Farbraum, falsches Farbprofil. Um Farbabweichungen zu vermeiden, verwendet man ein sogenanntes ICC-Profil, welches Eingabe- und Ausgabegerät aufeinander abstimmt.
Da verschiedene Primärfarben übereinander gedruckt werden, um einen gewünschten Farbton zu erzielen, kommt ein Farbauftrag zustande. Je nachdem mit wie viel Prozent eine Farbe druckt, werden die Aufträge zusammengerechnet und der Gesamtfarbauftrag wird errechnet. Da hohe Farbaufträge sehr lang trocknen müssen, darf der maximale Farbauftrag 300% nicht überschreiten. Das bedeutet, dass das Mischverhältnis von Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz nicht über 300% steigen darf. Dies kommt meistens bei einem Mischschwarz vor. Schwarz sollte nur mit 100% angelegt sein oder mit den Werten C40, M40, Y0 und K100.
Farbprofile bestimmen den Farbraum eines Farbeingabe- oder Farbwiedergabegeräts. Farbprofile werden ICC-Profile genannt und beschreiben die Größe des Farbraums, welche ein bestimmtes Gerät (Drucker, Scanner, Monitor, Digitalkameras) hat, und wie die Farben darin abgebildet werden. Ohne ICC-Profil werden die Farben der einzelnen Geräte immer anders interpretiert.
Da die meisten Geräte mit einem RGB-Farbraum arbeiten, welcher mehr Farben abbilden kann, als der CMYK-Farbraum, wird für den Druck ein entsprechendes ICC-Farbprofil in Ihren Druckdaten benötigt. Mithilfe des Profils können die Farben so umgerechnet werden, dass die Farben möglichst nah am Original gedruckt werden.
Wir verwenden für den Druck das ICC-Profil ISOcoatedv2 300%. Hierbei werden nicht nur die Farben möglichst originalnah umgerechnet, sondern gleichzeitig auch der Farbauftrag auf 300% reguliert.
Die Standardgrößen für Papierformate in Deutschland sind die vom Deutschen Institut für Normung (DIN) 1922 in der DIN-Norm festgelegten Formate.
DIN-A-Reihe
Die DIN A-Reihe wird am häufigsten verwendet. Hierbei geht man von einer 1-Quadratmeter großen Fläche A0 aus. Hieraus werden Rechtecke gebildet, deren Verhältnis von kurzer zu langer Seite beim Halbieren gleich bleiben. Die Zahl gibt dabei an, wie oft das Ursprungsformat gefaltet oder geschnitten werden muss, um das genannte Format zu erhalten.

DIN-B-Reihe
Die DIN B-Reihe geht von einem Format von der Größe 1000 mm x 1414 mm aus, welches B0 genannt wird. DIN B ist in der Fläche 1,414 mal so groß wie DIN A. DIN B-Formate werden hauptsächlich für Briefumschläge, Postkarten, Briefbögen und Flyer verwendet.
DIN-C-Reihe
Die DIN C-Reihe startet bei einem Format C0 von 917 mm x 1297 mm und liegt zwischen den Größen DIN A und DIN B. Das Format wird hauptsächlich für Briefumschläge, Briefhüllen und Kuverts verwendet.

Sollten Haarlinien in den Daten angelegt sein, so müssen diese eine Mindeststärke von 0,25 pt (0,09 mm) haben. Diese könnten im Zweifelsfall sonst nicht gedruckt werden. Zusätzlich richtet sich die Linienstärke danach, ob diese positiv oder negativ verwendet wird.
Um druckfähige Daten anzulegen, benötigen Sie entsprechende Programme. Dateien aus WORD, EXCEL oder PowerPoint erzeugen keine druckfertigen Dateien.
Folgende Übersicht zeigt Ihnen die gängigen Layoutprogramme:
Adobe Illustrator ist ein vektorbasiertes Grafikprogramm. Hierbei lassen sich Objekte erstellen, welche Vektorgrafiken sind. Vektorgrafiken definieren sich durch geometrische Eigenschaften wie Radius und Mittelpunkt. Somit lassen diese sich exakt berechnen und frei skalieren ohne Qualitätsverluste.
Adobe InDesign ist ein Layoutprogramm, mit welchem man komplexe Daten wie Broschüren, Faltblätter, Kataloge oder Plakate problemlos erstellen kann.
Adobe Photoshop ist ein Bildbearbeitungsprogramm, mit welchem man Bilder für den Druck vorbereitet. Durch entsprechende Funktionen lassen sich Farbraumveränderungen, Auflösung und Bildkorrekturen problemlos durchführen.
Freehand ist wie Adobe Illustrator ein vektorbasiertes Grafikprogramm.
CorelDraw ist ein für Windows-Systeme erstelltes Grafikprogramm. Dieses steht in direkter Konkurrenz zu Adobe Illustrator.
TIPP: Sollten Sie über keines dieser Programme verfügen, können Sie mit kostenlosen Programmen wie GIMP oder Scribus ebenfalls alle notwendigen Einstellungen für ein druckfähiges Dateiformat generieren.
Von randabfallenden Objekten spricht man, wenn Bilder oder Farbflächen bis an den Seitenrand gehen oder angeschnitten werden sollen. Sollten Sie einen Hintergrund angelegt haben oder Bilder, welche angeschnitten werden sollen, ziehen Sie diese bitte immer in den Beschnitt hinaus, um Blitzer zu vermeiden. Blitzer sind unschöne weiße Ränder, welche beim Schneiden des Papiers entstehen können. Dies passiert hauptsächlich dann, wenn randabfallende Objekte nicht bis in den Beschnitt hinausgezogen sind.
Prüfen Sie bitte das Dokument auf eventuelle Rechtschreibfehler, bevor Sie es an uns übermitteln. Wir prüfen keine Rechtschreibung in unserem Datencheck und können während und nach der Druckproduktion keine Verantwortung dafür übernehmen.
Viele Bilder müssen eingescannt werden. Hierbei ist es wichtig, dass man bei dem Scanvorgang eine hohe Auflösung einstellt. Für gescannte Bilder empfehlen wir eine Ursprungsauflösung von 2540 dpi. Zusätzlich können Sie mit einem Bildbearbeitungsprogramm mögliche Staubkörner oder Kratzer entfernen.
Im Bereich der Weiterverarbeitung in der Druckproduktion ist Präzision und Genauigkeit enorm wichtig. Aus diesem Grund werden computergesteuerte Maschinen eingesetzt. Dennoch kann es zu Toleranzen beim Schneiden des Papiers kommen. Diese Toleranzen können bis zu 1 mm betragen. Diese Differenz kann leider nicht ausgeschlossen werden.
In vielen Druckdaten geschieht der Fehler, dass Schriften oder Schriftschnitte gänzlich fehlen. Um dies zu vermeiden, müssen die Schriften in das Dokument eingebettet sein. Das wird eigentlich je nach Einstellung automatisch gemacht. Zur Sicherheit sollten alle Schriften in Pfade oder Kurven umgewandelt werden – das überprüfen wir. Diese Schriften werden nun nicht mehr als „Font" erkannt, sondern man liefert der Druckmaschine nur noch Bilddaten.
Anhand des Datenblattes, welches bei jedem Produkt hinterlegt ist, können Sie den korrekten Seitenstand entnehmen. Wenn Sie Ihre Daten anders ausrichten, führt dies zu einer falschen Seitenausrichtung des Druckproduktes.
Wir umschlagen Ihre Daten. Das bedeutet, dass wir im Hochformat Ihre Daten an der langen Seite umschlagen, und im Querformat werden Ihre Daten an der kurzen Seite umschlagen.
Sollten Sie Ihre Daten im Querformat anlegen, aber ein hochformatiges Produkt bestellen (oder anders herum), so gilt die Regel, dass Sie die Daten entweder Kopf an Kopf oder Fuß an Fuß drehen. Siehe folgende Beispiele:



Wenn Sie bewusst eine falsche Ausrichtung angelegt haben, dann bitten wir Sie, uns eine Information im Kundenhinweis zu hinterlassen.
Um zu vermeiden, dass Scheidetoleranzen wichtige Bilder und Texte anschneiden, ist es wichtig, dass Sie einen Sicherheitsabstand von ca. 6 mm zu jedem Rand einhalten. Randabfallende Objekte sind hier ausgeschlossen, da diese angeschnitten werden sollen.

HKS- und Pantone-Farben sind sogenannte Vollton- oder Schmuckfarben, welche nicht aus den Primärfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz gemischt werden. Das bedeutet, dass eine fünfte Farbe bei der Produktion hinzukommt.
HKS- und Pantone-Farben werden hauptsächlich im Bereich der Wiedererkennung verwendet. Wenn ein Firmenlogo beispielsweise in einer bestimmten Volltonfarbe angelegt ist, dann darf es auch nur mit dieser Volltonfarbe verwendet werden. Um Farbabweichungen in der Druckproduktion zu vermeiden, werden hier die entsprechenden HKS-Farben (bzw. Pantone-Farben) dazu bestellt.
Bitte schauen Sie unter der jeweiligen Produktbeschreibung, welche Sonderfarbe möglich ist. Wünsche, die darüber hinaus gehen, sind auch per Sonderanfrage möglich.
Gold und Silber
Gold- und Silberfarben werden nicht in CMYK angelegt. Gold und Silber sind reine Pantone-Farben. Verwenden Sie zur Darstellung dieser Elemente folgende Pantone-Farben: Pantone 871 C (Gold) und Pantone 877 C (Silber).

Transparenzen entstehen dann, wenn in den Daten die Deckkraft reduziert wurde oder ein Effekt wie Schlagschatten verwendet wurde. Hierbei wird in einem Layoutprogramm keine Farbaufrasterung dargestellt, sondern ein Bildschirmeffekt verwendet. Diese Transparenzen können nicht gedruckt werden. Diese werden reduziert und in Farbe aufgerastert.

Beim Überdrucken werden die Farbwerte des überdruckenden Objekts mit den Farbwerten des darunterliegenden Objektes addiert. Die Überdrucken-Funktion wird hauptsächlich bei schwarzem Text angewandt. Hierbei können feine weiße Blitzer an den Rändern der Schrift vermieden werden, da die schwarze Farbe auf die darunterliegende Farbe aufgedruckt und nicht ausgespart wird. Weiße Objekte sollten nie auf „überdrucken" gestellt werden, da diese bei der Plattenbelichtung verschwinden würden.
Nachfolgend finden Sie detaillierte Anleitungen, mit denen Sie unkompliziert und in wenigen Minuten Ihre Drucksachen in gängigen Grafikprogrammen mit UV-Lack veredeln.
Vektordaten ergeben durch ihre genaue geometrische Definition immer eine bessere Qualität als Pixelbilder. Vektordaten lassen sich frei skalieren, da sie sich nicht immer wieder über Pixel zusammenrechnen, sondern über mathematische Eigenschaften. Hier werden also keine Pixel gebildet, sondern Flächen. Vektordaten sind demnach bei der Gestaltung immer vorzuziehen. Da viele Bilder nicht vektorisiert darstellbar sind, benötigen diese eine hohe Anzahl an Informationen. Diese Informationen werden in Pixel wiedergegeben. Damit die Bilder im späteren Druckerzeugnis nicht "unscharf" oder "pixelig" wirken, benötigen Pixelbilder eine hohe dpi-Zahl. Das bedeutet, je mehr Pixel (dpi) ein Bild per Zoll hat, umso besser ist die Qualität.
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Sollte sich schwarzer Text in den Daten befinden, muss dieser mit 100% Schwarz angelegt sein. Ein gemischtes Schwarz führt unweigerlich zu einem unsauberen Schriftbild. Zusätzlich ist es wichtig, dass die Schriftgröße nicht unter 5 pt liegt. Hier hört nicht nur die Lesbarkeit des Auges auf, sondern es kann zusätzlich sein, dass die Zeichensätze im Druck „zulaufen". Das bedeutet, dass die Farbe der einzelnen Buchstaben ineinander läuft.