Präzise Kalkulationen sind im Druckbereich unerlässlich. Die nachstehenden Tools unterstützen Sie bei der Planung Ihrer Druckprojekte – vom Farbverbrauch im Offsetdruck über das Gewicht fertiger Druckprodukte bis hin zu grundlegenden Informationen zum Farbmanagement im Druckprozess.
Berechnet den voraussichtlichen Farbverbrauch und die Farbkosten anhand von Auflage, bedruckter Fläche, Papiersorte und Druckdichte.
Berechnet das Gewicht einer einzelnen Broschüre sowie das Gesamtgewicht einer Auflage – inklusive Umschlag.
Berechnet das Gewicht eines einzelnen Flyers sowie das Gesamtgewicht einer Auflage – ideal für Portokalkulation und Versandplanung.
Im Tätigkeitsumfeld der Mediengestaltung ist ein intelligentes Farbmanagement unerlässlich, damit Farben auf dem Bildschirm, im Proof und im Druck möglichst übereinstimmen. Hier finden Sie die wichtigsten Farbsysteme und deren Einsatzbereiche im Überblick.
Bildschirmfarben werden durch nachstehende Faktoren in der Wahrnehmung beeinflusst:
Sonderfarben wie z.B. Neon- oder Metallic-Farben (Gold, Silber, Bronze etc.) lassen sich nicht oder nur bedingt auf Bildschirmen darstellen und sind ebenfalls nicht mit CMYK-Farben druckbar.
Der CMYK-Farbraum (Cyan, Magenta, Yellow, Key/Schwarz) ist der Standard im Offsetdruck. Durch die Mischung dieser vier Grundfarben werden nahezu alle Farben im Druckprozess erzeugt. Die Farbwerte werden in Prozent (0–100 %) angegeben.
Der RGB-Farbraum (Rot, Grün, Blau) wird für die Bildschirmdarstellung verwendet. Monitore, Smartphones und TVs arbeiten mit diesem additiven Farbmodell. RGB-Farben müssen für den Druck in CMYK umgerechnet werden, wobei es zu Farbabweichungen kommen kann.
PANTONE® und HKS® sind genormte Sonderfarbsysteme, die eine exakte Farbdefinition unabhängig vom Druckprozess ermöglichen. Sie werden eingesetzt, wenn CMYK-Farben nicht ausreichen – z. B. für Corporate-Design-Farben, Neonfarben oder metallische Farbtöne.
RAL® ist ein Farbsystem, das vorrangig in der Industrie, Architektur und bei Lacken Anwendung findet. Eine direkte Verwendung im Druckbereich ist nicht möglich, jedoch können Annäherungswerte in CMYK simuliert werden.
Eine deutlich bessere Darstellung als am Bildschirm bieten Muster-Farbfächer oder Farbkarten. Bei umfangreicheren Druckprojekten sind farbverbindliche Proofs nach ISO/DIN 12647-7:2016 grundsätzlich immer anzuraten.
| Papiersorte | Rasterdruck [g/m²] | Vollflächendruck [g/m²] | Bronzefarben [g/m²] |
|---|---|---|---|
| Werkdruck maschinenglatt | 2,4 – 2,6 | 3,0 – 3,4 | 4,8 – 5,3 |
| Werkdruck oberflächengeleimt | 1,4 – 1,6 | 1,8 – 2,2 | 2,9 – 3,5 |
| Schreib satiniert holzfrei | 1,8 – 2,2 | 2,5 – 3,0 | 3,8 – 4,5 |
| Schreib oberfl. glatt | 1,4 – 1,6 | 1,8 – 2,2 | 2,9 – 3,5 |
| Offset ungestrichen | 1,4 – 1,6 | 1,8 – 2,2 | 2,9 – 3,5 |
| Bilderdruck matt gestrichen | 1,2 – 1,4 | 1,4 – 1,6 | 2,5 – 2,7 |
| Bilderdruck glänzend gestr. | 1,0 – 1,2 | 1,2 – 1,4 | 2,3 – 2,5 |
| Chromoersatzkarton | 1,3 – 1,6 | 1,6 – 2,0 | 2,7 – 3,2 |
| Chromopapier gestrichen | 1,2 – 1,4 | 1,4 – 1,6 | 2,5 – 2,7 |
Seitenanzahl wird durch 2 geteilt (= Blattanzahl), dann multipliziert mit der Fläche und Grammatur. Das Ergebnis ist das Gewicht aller Inhaltsseiten in Gramm.
Der Umschlag wird als 1 Bogen (= 2 Seiten: Vorder- und Rückseite + Rücken) berechnet. Bei Klappumschlägen entsprechend mehr.
Bei gefalzten Flyern: Breite und Höhe beziehen sich auf das offene (ungefalzte) Format. Die Seitenanzahl bestimmt die Blattanzahl.
Farbverbrauch senken: Gestrichene Papiere (Bilderdruck) benötigen deutlich weniger Farbe als ungestrichene Sorten. Optimieren Sie die Farbseparation mit GCR/UCR-Techniken, um den Farbauftrag zu reduzieren, ohne die Druckqualität zu beeinträchtigen.
Makulatur einplanen: Die Farbverbrauchs-Berechnung enthält keinen Zuschuss für Einrichte- und Fortdruckmakulatur. Je nach Auftrag und Druckmaschine sollten 2–5 % zusätzlich kalkuliert werden.
Versandgewicht: Beim Gewicht einer Broschüre oder eines Flyers ist das Nettogewicht nur ein Teil der Versandkosten. Verpackungsmaterial, Schutzfolien und Versandkartons erhöhen das Bruttogewicht. Planen Sie hier einen Aufschlag von 10–15 % auf das Nettogewicht ein.
Porto-Grenzen beachten: Bei Postsendungen gelten strikte Gewichtsgrenzen. Ein DIN-A4-Flyer auf 170 g/m² wiegt bereits ca. 10,6 g. Bei einer Beilage zum Standardbrief (max. 20 g) können bereits zwei Flyer die Grenze überschreiten.
Farbprofile: Verwenden Sie für den Offsetdruck immer ein CMYK-Farbprofil (z. B. ISO Coated v2 für gestrichenes Papier, PSO Uncoated für ungestrichenes Papier). Ein RGB-zu-CMYK-Wechsel kann zu Farbabweichungen führen.
Alle Angaben sind Richtwerte und ohne Gewähr.